Backup-Konzepte: Strategische Auswahl und Methoden
Welche Dateien sollen gesichert werden?
Bevor Sie mit der Datensicherung beginnen, müssen Sie entscheiden, welche Bestandteile Ihres Systems wirklich schützenswert sind.Betriebssystem und Programme
Werden Dateien des Betriebssystems oder installierter Programme beschädigt, kann dies zum Systemstillstand oder zu Fehlfunktionen führen. Trotzdem müssen diese Daten nicht zwingend gesichert werden, sofern Sie lediglich die Standardinstallation nutzen. Moderne Betriebssysteme verfügen über Reparaturmechanismen oder lassen sich über Online-Quellen und Recovery-Medien neu installieren. Eine wichtige Ausnahme bilden jedoch die Konfigurationsdateien: Wenn Sie Programme individuell angepasst haben, sollten diese Einstellungen extern gespeichert werden. Dazu zählen auch benutzerdefinierte Wörterbücher, Makros oder Lizenzinformationen, die bei einer Neuinstallation ohne vorheriges Backup verloren gehen würden. Bedenken Sie: Ein komplettes System-Image erspart Ihnen im Ernstfall die stundenlange Neuinstallation und Einrichtung aller Anwendungen.Anwendungsdaten: Das Herzstück Ihrer Sicherung
Viel kritischer ist der Verlust von Anwendungsdaten, also Dateien, die Sie selbst erstellt oder auf dem Computer gesammelt haben. Hierzu zählen private Texte, Familienfotos, wichtige Tabellen, Datenbanken oder geschäftliche Dokumente. Verschwinden diese Informationen durch einen Defekt oder Ransomware, sind sie ohne Datensicherung unwiederbringlich verloren. Wie viel Aufwand Sie hierbei betreiben, hängt davon ab, wie oft sich Ihre Daten ändern und wie viel Zeit Sie im Notfall für die Wiederherstellung investieren können.Methoden der Datensicherung: Wie wird gespeichert?
Grundsätzlich stehen Ihnen drei bewährte technische Verfahren zur Verfügung, um Ihre Datenbestände zu sichern.1. Volldatensicherung (Full Backup)
Bei der Volldatensicherung werden sämtliche ausgewählten Dateien zu einem festgelegten Zeitpunkt komplett auf einen zusätzlichen Datenträger kopiert.- Vorteil: Alle Daten liegen konsistent an einem Ort vor, was die Wiederherstellung (Restore) extrem einfach und schnell macht.
- Nachteil: Dieser Vorgang ist sehr zeitaufwendig und verbraucht bei jedem Durchlauf den maximalen Speicherplatz auf Ihrem Medium.
2. Inkrementelle Datensicherung (Stufenweise)
Dieses Verfahren setzt eine initiale Volldatensicherung voraus. Bei jeder folgenden inkrementellen Sicherung werden nur noch die Dateien gespeichert, die sich seit der jeweils letzten Sicherung verändert haben.- Vorteil: Sie sparen massiv Speicherplatz und die tägliche Sicherung ist in kürzester Zeit erledigt.
- Nachteil: Im Ernstfall müssen Sie die letzte Vollsicherung und alle nachfolgenden inkrementellen Teile nacheinander einspielen. Ist ein Glied dieser Kette beschädigt, kann dies die gesamte Wiederherstellung gefährden.
3. Differenzielle Datensicherung
Auch hier starten Sie mit einer Volldatensicherung. Danach werden bei jeder differenziellen Sicherung alle Daten kopiert, die sich seit der letzten Vollsicherung geändert haben. Im Gegensatz zur inkrementellen Methode wächst der Speicherbedarf hier täglich an, bis eine neue Vollsicherung durchgeführt wird.- Vorteil: Die Wiederherstellung ist schneller und sicherer als beim inkrementellen Backup, da Sie lediglich die Vollsicherung und das letzte differenzielle Abbild benötigen.
- Nachteil: Sie benötigen im Vergleich zur inkrementellen Methode mehr Zeit und Speicherplatz auf Ihrem Backup-Medium.
Egal für welches Konzept Sie sich entscheiden: Eine automatisierte Lösung wie AllSync nimmt Ihnen die manuelle Arbeit ab und steuert diese Prozesse zuverlässig im Hintergrund. So stellen Sie sicher, dass Ihre Backup-Strategie ohne täglichen Aufwand konsequent umgesetzt wird.